The community of the International Image Interoperability Framework™ has developed two standardized Application Programming Interfaces (APIs) to open up the access for research to high-resolution images via the internet and the data sharing between worldwide image repositories. Work in progress: this site offers access to the digitized objects via the IIIF-APIs and Mirador, an image viewer and a research workspace. It is the objective of the Bavarian State Library (BSB) to provide access to all of our 1.5 million retrodigitized works (public domain) in a IIIF compliant way - initially the images and later on it is planned to provide also full texts, if available. Here you can find i.a. digitized medieval manuscripts (approx. 4,000) and incunabula (8,000), more than 1,000,000 newspaper issues and approx. 3,100 East Asian books and manuscripts.

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Windberger Interlinearversion der Psalmen (sog. Windberger Psalter) - BSB Cgm 17

Bei den Windberger Psalmen handelt es sich um ein wohl 1174 im Prämonstratenserkloster Windberg bei Straubing niedergeschriebenes und dort auch verfasstes lateinisch-deutsches Übersetzungswerk. Es enthält neben den Psalmen, den Cantica und dem Tedeum noch katechetische Texte, die Glaubensdinge lehren, und eine Reihe Gebete sowie ein Kalendarium mit Zusatzbemerkungen. Wie bei Psalterübersetzungen im 12. Jahrhundert üblich wurde die deutsche Übersetzung fortlaufend Wort für Wort zwischen die Zeilen geschrieben, z.T. mit mehreren Übersetzungsvorschlägen (Interlinearversion). Die Handschrift ist gut erhalten und zeigt wenig Gebrauchsspuren auf. Die Schreibarbeit wurde von zwei einander sehr ähnlichen Händen geteilt. Das Werk gehört in den Kreis der Millstätter, Trierer und Wolfenbütteler Psalmen, die im Einzelnen erhebliche Abweichungen in der Bearbeitung des gemeinsamen Archetypus darstellen. Der Windberger Psalter markiert eine wichtige Station auf dem Weg der Psalmenverdeutschung von der Zeit Karls des Großen bis hin zu Luther (Ernst Hellgardt).

Bayerische Staatsbibliothek

2 years ago

Der Schwabenspiegel - BSB Cgm 53

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2 years ago

Gottfried, von Straßburg: Tristan und Isolde von Gottfried von Straßburg, mit der Fortsetzung von Ulrich von Türheim - BSB Cgm 51

Von Gottfried von Straßburg, von dem nur der Name bekannt ist, stammt als einziges gesichertes Werk der "Tristan". Die Datierung des Werks wird um 1210 vermutet. Hinweise auf dieses Datum entstammen dem Roman selbst: Gottfried äußert sich darin zu zeitgenössischer Literatur und Autoren in einem Exkurs, der als "Dichterkatalog" (V. 4589ff.) bekannt ist. Der "Tristan" ist ein Minneroman von weltliterarischem Rang, dessen Motive um "liebe" und "leit" der "edelen herzen" kreisen; die Liebe wird zum zentralen Element religiöser Erfahrung. Gottfried ist der erste höfische Dichter, der "die aus der Bibelexegese entwickelte Methode der allegorischen Schriftauslegung auf weltliche Themen und Gegenstände übertragen und in den Dienst höfischer Sinngebung gestellt hat" (Joachim Bumke). Neben dem Antiken- und dem Artusroman bilden der "Tristan" und seine Fortsetzungen den dritten wichtigen Komplex des höfischen Romans. Als erster Fortsetzer gilt der aus einem schwäbischen Ministerialengeschlecht stammende Ulrich von Türheim, dessen Werk da einsetzt, wo Gottfried abbricht. Er schließt das Geschehen mit Tristans und Isoldes Liebestod ab und bewegt sich in fromm-moralischen Bahnen. Cgm 51 ist für beide Werke die älteste erhaltene Handschrift. Jedes ist kürzend bearbeitet und durch Blattverluste verstümmelt. Mit 30 ganzseitigen Miniaturen bietet die Handschrift die umfangreichste und älteste Illustration zu Gottfrieds "Tristan".

Bayerische Staatsbibliothek

2 years ago

Die Kaiserchronik eines Regensburger Geistlichen - BSB Cgm 37

Das Hauptwerk der volkssprachlichen Legenden- und Geschichtsschreibung ist neben dem "Rolandslied" des Pfaffen Konrad die deutsche "Kaiserchronik". Das in 17283 Versen gehaltene Fragment entstand wohl in den 40er-Jahren des 12. Jahrhunderts in Regensburg und stellt die Geschichte des Römischen Reichs von Caesar bis zum Hohenstauferkaiser Konrad III. (1093/94-1152) dar. Exemplarische Erzählungen veranschaulichen die Persönlichkeit eines Herrschers und die Qualität seiner Regierung. Während für die römischen Kaiser vor allem Legendenliteratur verarbeitet wurde, sind für den deutschen Teil chronikalische Quellen vorherrschend, der Episodencharakter tritt entsprechend zurück. Im Mittelpunkt steht die augustinische Idee vom Gottesstaat, der zum irdischen Staat in bleibendem Gegensatz steht. Ausführlich behandelt wird die "translatio imperii ad Francos". Der bayerische Anteil der Reichsgeschichte wird besonders hervorgehoben. Die "Kaiserchronik" ist von allen volkssprachlichen Werken des 12. Jahrhunderts der am breitesten überlieferte deutsche Text. Die vorliegende Handschrift bietet die älteste Fassung, wenn auch nur bis zur Regierungszeit Kaiser Lothars II. Der Text bricht mit der Kreuzzugspredigt Bernhards von Clairvaux ab.

Bayerische Staatsbibliothek

2 years ago

Der Schwabenspiegel - BSB Cgm 23

Bayerische Staatsbibliothek

2 years ago

Der Schwabenspiegel - BSB Cgm 21

Die Bayerische Staatsbibliothek verwahrt die bei weitem größte Sammlung von Schwabenspiegel-Handschriften. Die vorliegende Handschrift Anfang des 14. Jahrhunderts besitzt eine "von der normalen abweichende, sehr reiche Artikeleinteilung" (Karl August Eckhardt). Unter "Schwabenspiegel" versteht man ein kaiserliches Land- und Lehnrecht, das nach 1275 in Augsburg, wohl im Minoritenkloster, entstand; der Titel "Schwaben-" trat erst im 17. Jahrhundert auf. Grundlage sind neben bayerischen Quellen das ältere deutsche (Leges Alamannorum und Baiuvariorum, Kapitularien) und römische Recht. Der Text wurde mit einer Bearbeitung des "Augsburger Sachsenspiegels" kompiliert und hatte eine ähnlich große Wirkung wie dieser. Die Zahl der vollständigen Handschriften und Fragmente liegt bei über 400, hinzu kommen mehr als ein Dutzend gedruckte Ausgaben. Das Werk wurde u.a. ins Niederdeutsche, Lateinische, Französische und Tschechische übersetzt. Die Bedeutung des "Schwabenspiegels" ist vor allem in der Weiterentwicklung des deutschen Rechts, durch die Einführung kanonistischen und alttestamentlichen Gedankenguts sowie in der Bereicherung der deutschen Sprache des Mittelalters zu suchen. Mit der Erklärung des römischen Rechts als Rechtsquelle für das Hofgericht 1458 nahm seine Verbreitung jedoch ein Ende.

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2 years ago

Heinrich, von München: Gereimte Weltchronik - BSB Cgm 7377

Mit 56000 bis 100000 Versen stellt die gereimte "Weltchronik" Heinrichs von München die komplexeste Kompilation von Weltchroniken im späten Mittelalter dar. Der Textbestand ist in 18 Handschriften überliefert; der Name des sonst unbekannten Heinrich erscheint nur in elf Handschriften einer Redaktion. Inhaltlich reicht die "Weltchronik" vom Weltanfang bis in die Zeit Ludwigs des Frommen (778-840) bzw. Friedrichs II. (1194-1250). Den Grundstock bilden ältere Chronikteile und Chroniken (u.a. Kaiserchronik, Cgm 37; Rudolf von Ems, Cgm 8345; Christherre-Chronik, Cgm 5), aber auch zahlreiche andere (pseudo-)historische Darstellungen. Biblische Erzählungen, Legenden und Reimtexte gehören ebenso dazu wie Antikenroman und Epen aus der Tradition der Chanson de geste (Wolframs "Willehalm", Cgm 193,III). Hinter der Vermischung von Fiktion und Historie verbirgt sich der Anspruch, dem Nichtlateinkundigen ein möglichst vollständiges Buchwissen zu liefern. Insofern ist die Weltchronik "Laienbibel, historisches Kompendium, Realenzyklopädie und anthropologisch-didaktische Veranstaltung in einem" (Dorothea Klein). Die vorliegende Pergamenthandschrift aus dem Benediktinerkloster Kremsmünster der 1. Hälfte des 14. Jahrhunderts enthält neben Deckfarbenbildern Blattgold-Initialen und Federzeichnungen.

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2 years ago

Evangelistar: Perikopenbuch Heinrichs II. - BSB Clm 4452

König Heinrich II. (973-1024) ist der Stifter dieser Prachthandschrift. Das bezeugt ein Widmungsgedicht in Goldunzialen auf dem ersten Blatt. Auf der gegenüberliegenden Seite ist dargestellt, wie Heinrich und seine Gemahlin von Christus gekrönt werden. Die Patrone des Bamberger Doms, Petrus und Paulus, führen die Herrscher der Welt zum Herrscher der Ewigkeit. Zusammen mit dem Evangeliar Ottos III. (Clm 4453) gehört das Perikopenbuch zu den herausragenden Werken des Reichenauer Skriptoriums. Es gibt aber stilistische Unterschiede, beispielsweise sind die Figuren im Perikopenbuch statuarischer gestaltet. Das zeigt sich auf Blatt 3v bis 6r: Dort sind die Evangelisten als monumentale Figuren dargestellt. Sie werden von ihren Symbolen begleitet. 23 weitere Miniaturen bilden einen christologischen Zyklus. Sie illustrieren die Hauptfeste des kirchlichen Jahres. Der Zyklus endet mit der Darstellung der Auferweckung der Toten und des Jüngsten Gerichts. Der Prachteinband zeigt auf einem Elfenbeinrelief eine figurenreiche Kreuzigung mit den Frauen am Grabe und der Auferstehung der Toten. Der Goldrahmen ist mit Edelsteinen, Perlen und byzantinischen Emailplättchen aus dem 10. Jahrhundert besetzt. Eine umlaufend eingravierte Inschrift nennt König Heinrich als Stifter.

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2 years ago